AHA-SYS, Michael Reiterer

Dank am Morgen des Lebens

Bert Hellinger verdanken wir unter anderem dieses wunderbare Juwel:

Liebe Mama (liebe Mutti)

Ich nehme es von dir,
alles, das Ganze,
mit allem Drum und Dran,
und zum vollen Preis, den es dich gekostet hat
und den es mich kostet.

Ich mache was draus, dir zur Freude (und zum Andenken)
Es soll nicht umsonst gewesen sein.

Ich halte es fest und in Ehren,
und wenn ich darf, gebe ich es weiter, so wie du.

Ich nehme dich als meine Mutter,
und du darfst mich haben als dein Kind.

Du bist für mich die Richtige,
und ich bin dein richtiges Kind.

Du bist die Große, und ich die / der Kleine,
du gibst, ich nehme - liebe Mama (Mutti).

Ich freue mich, dass du den Papa genommen hast.
Ihr beiden seid die Richtigen für mich.
Nur ihr!

Lieber Papa (lieber Vati)

Ich nehme es auch von dir,
alles, das Ganze,
mit allem Drum und Dran,
und zum vollen Preis, den es dich gekostet hat
und den es mich kostet.

Ich mache was draus, dir zur Freude (und zum Andenken)
Es soll nicht umsonst gewesen sein.

Ich halte es fest und in Ehren,
und wenn ich darf, gebe ich es weiter, so wie du.

Ich nehme dich als meinen Vater,
und du darfst mich haben als dein Kind.

Du bist für mich der Richtige,
und ich bin dein richtiges Kind.

Du bist der Große, und ich die / der Kleine,
du gibst, ich nehme – lieber Papa (Vati).

Ich freue mich, dass du die Mama genommen hast.
Ihr beiden seid die Richtigen für mich.
Nur ihr!

(c) Bert Hellinger

Ein Beispiel aus der Praxis im Rahmen einer Aufstellung mit Hellinger ist auf dieser Seite zu finden: Die nachgeholte Geburt.

Die Versöhnung mit dem Vater


FRÜHES VATERBILD ENTSCHEIDEND

Das frühe Vaterbild, das die Beziehung zwischen Kind und Vater wesentlich bestimmt, hängt sehr von der Mutter ab. Hat sie ihn respektiert oder verachtet? Wurde er als spirituell weniger entwickelt betrachtet? Was passiert mit den Buben, die ohne täglichen Kontakt zum Vater zu lange zu eng bei der Mutter aufwachsen? Sie müssen oft die Rolle der Ehemänner übernehmen und werden dann in ihrer kindlichen Phantasie zum Retter und auch Verantwortlichen der Mutter. Männer, die von der Mutter nicht „entschmolzen" sind, sind nicht wirklich fähig, eine echte neue Bindung mit einer Frau einzugehen. Der Platz ist besetzt. Als erwachsene Männer sind sie zwar oft sehr kreativ, aber als Väter oft unzuverlässig und chaotisch in ihrer Lebensgestaltung. Sie geben schnell auf, wenn die Dinge mal nicht gut gehen und sind emotional nicht wirklich da. Sie sind als Partner nicht erfüllend für die Frau, werden dann auch oft rasch verlassen. - Und sie bleiben Mamas Sohn. Ein weiterer Aspekt, warum erwachsene Männer Frauen in vielen Bereichen nicht genügen, ist die umweltbedingte Toxin-Belastung. Denn das männliche Gehirn ist heute bedroht. Der Einfluss vieler Umweltgifte ist verweiblichend und blockiert den Effekt vom Testosteron. Wenn das Testosteron abfällt, wird der Mann gereizt und aggressiv. Es gibt immer mehr Männer, die durch die Östrogene Überflutung in ihrer Fötalzeit und später in der Kindheit und Jugend physisch in ein Niemandsland zwischen Mann und Frau fallen und es später oft schwer haben, ihr Schicksal als Mann anzunehmen. Testosteron hat einen katastrophalen synergistischen Effekt zusammen mit vielen Umweltgiften, insbesondere Blei und Quecksilber. Blei vermindert die Intelligenz, Quecksilber führt zu Hyperaktivität und neurologischen Problemen. Die Effekte sind ohne Entgiftung lebenslang.

Viele unserer Väter haben dieses Schicksal, manche von uns als heutige Väter natürlich auch. Sollen wir sie deshalb verachten? Vieles liegt in der Hand der Frau, die nun selbst Mutter ist. Ihr eigenes Vater-Bild bestimmt, wie sie den Vater ihrer Kinder anschauen kann und ihnen damit die Chance gibt, selbst ein eigenes, starkes Vater-Verhältnis aufzubauen. Denn oft haben wir als Kinder den eigenen Vater ablehnen müssen, um die lebensnotwendige Nähe zur Mutter zu behalten und tragen die Vaterwunde in uns - ein emotionales Loch. Häufig stellt sich dieses Loch später als chronische Erkrankung dar. In der biologischen Forschung konnte erstmals gezeigt werden, dass seelische Traumata, die der Vater erlitten hat, seine epigenetische Steuerung der Gene permanent verändern (wenn er nicht in Therapie geht) und diese Veränderung voll an die eigenen Kinder weitergegeben wird. Die ungeheilten Traumata des Vaters haben durch diesen Mechanismus einen riesigen Einfluss auf die Gesundheit der eigenen Kinder und deren Nachkommen. Bis vor kurzem glaubte man fälscherlicherweise, dass körperliche Eigenheiten nur über die Gene weitergegeben werden können. Wir wissen durch die Arbeit von Dr. Ernest Rossi, anderen Forschern und unsere eigene Arbeit, dass wir die Epigenetik durch gute tiefenpsychologische Arbeit verändern können: unser System ist flexibel und heilfähig!! Die Versöhnung mit dem Vater kann die meist schicksalhaft erscheinenden Erkrankungen, wie Depressionen, Leidenszustände und Sucht heilen und dauerhaft auflösen.

Die Versöhnung mit dem Vater vor allem in unserem Herzen (d.h. es ist auch möglich, wenn der Vater nicht mehr lebt) ist dann Heilarbeit, die nicht nur uns und den Vater betrifft, sondern Heilarbeit, die allen Nachkommen und der Zukunft unseres Planeten dient.

Zum Autor:
Dr. med. Dietrich Klinghardt Entwickler & Ausbilder der Angewandten Neurobiologie/Kinesiologie nach Dr. Klinghardt9 (ANK)

Kontakt:
www.team-drklinghardt.at

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