AHA-SYS, Michael Reiterer

Aufstellungen zum Thema Frau und Mann und Partnerschaften

Neue Beziehungen in Selbstliebe - Wege zum anderen Geschlecht, Klärungen, energetische Antworten, ein Blick in die partnerschaftliche Vergangenheit und Zukunft sowie das Leben der eigenen Kinder

(auch für Neueinsteiger/innen und all jene geeignet, die noch keine Erfahrung mit Aufstellungen haben, für Singles und Personen in Paarbeziehung, die neue Perspektiven sehen wollen), sowie alle Eltern von Kindern

Aufstellungen für Partnerschaften

Wege zu neuen Erkenntnissen, in der Gruppe oder einzeln, mit inneren Aufstellungen - schamanisch, spirituell, energetisch

"Unsere Wünsche sind die Vorboten der Fähigkeiten, die in uns liegen."
(Johann Wolfgang von Goethe)

"Ein jeder soll den Weg des andern achten,
wo zwei sich redlich zu vollenden trachten."
(Christian Morgenstern)

Kahlil Gibran - Über die Ehe
gefunden auf einer Seite für energetische Paartherapie in Deutschland

Ihr wurdet zusammen geboren,
und ihr werdet auf immer zusammen sein.
Ihr werdet zusammen sein, wenn die weißen Flügel
des Todes eure Tage scheiden.

Ja, ihr werdet selbst im stummen Gedenken Gottes
zusammen sein. Aber lasst Raum zwischen euch.
Und lasst die Winde des Himmels zwischen euch tanzen.
Liebt einander, aber macht die Liebe nicht zur Fessel:

Lasst sie eher ein wogendes Meer
zwischen den Ufern eurer Seelen sein.

Füllt einander den Becher,
aber trinkt nicht aus einem Becher.
Gebt einander von eurem Brot,
aber esst nicht vom selben Laib.

Singt und tanzt zusammen und seid fröhlich,
aber lasst jeden von euch allein sein,
So wie die Saiten einer Laute allein sind
und doch von derselben Musik erzittern.

Gebt eure Herzen, aber nicht in des anderen Obhut.
Denn nur die Hand des Lebens
kann eure Herzen umfassen.

Und steht zusammen, doch nicht zu nah:
Denn die Säulen des Tempels stehen für sich,
Und die Eiche und die Zypresse
wachsen nicht im Schatten der anderen.

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Das Leben entsteht an der Schnittstelle der Polarität. Frauen und Männer spiegeln als zwei Pole dem anderen Geschlecht Lebendigkeit und Liebe. Jedoch deuten sie die Signale je nach ihrer Vergangenheit, vielleicht anders, als sie gemeint waren. Denn Frauen und Männer speichern ihre Erfahrungen auf andere Weise ab. Dort, wo Beziehungen zwischen Frau und Mann entstehen sollen, werden Energien frei.

Diese Energien können auf feinstofflicher Ebene Impulse zurückhalten oder befreien, unfrei oder frei machen, fördern oder blockieren und den Blick trüben oder erweitern.

Dazu schreibt Robert Betz auf Facebook am 6.4.2014:

"Jede Partnerschaft oder Ehe hat ihren Sinn und ihre Berechtigung und verdient es gewürdigt zu werden.

Es gibt keine ‚falschen’ Partner, denn das Leben kann sich nicht irren. Wir werden auf sinnvolle Weise zusammengeführt und ziehen gleichzeitig unbewusst immer den richtigen Menschen an, den wir jetzt brauchen. Wozu?

1. Um die Erfahrungen mit ihm zu machen, die wir machen,; ob schöne oder schmerzhafte, beide Arten sind – aus Sicht unserer Seele - gleich wertvoll, auch wenn unser Kopf bei den letzten oft sagt: ‚Das hätte ich mir auch sparen können’.

2. Um etwas Wichtiges über dich und in dir zu erkennen, innerlich zu wachsen und zu reifen und – im Falle der schmerzhaften oder enttäuschenden Erfahrungen – etwas in dir heilen zu lassen und dich für einen neuen Weg mit dir zu entscheiden."

Dann schreibt Robert Betz auf Facebook am 7.4.2014 dazu:

"‚Braucher sucht Braucher‘ steht unsichtbar über den meisten Kontaktanzeigen. Ein ‚Braucher‘ kann immer nur jemanden anziehen, der auch im Mangel lebt und jemanden ‚braucht‘. Und wenn sich diese zwei Braucher finden, dann gründen sie eine ‚Verbrauchergemeinschaft‘ und verbrauchen und missbrauchen, enttäuschen und verletzen sich in den kommenden Jahren sehr häufig.

Für das hungrige, bedürftige Kind in dir ist nicht dein Partner zuständig, sondern du selbst. Du, die erwachsene Frau bzw. der Mann hast in dir ein Herz, das lieben kann, es ist ein ‚Generator der Liebe‘. Du selbst bist heute Mutter/Vater deines inneren Mädchens/Jungens, kannst liebend seine Gefühle fühlen und verwandeln, es an und in dein Herz nehmen und ihm emotionale Sicherheit und Geborgenheit bieten. Starte eine nie endende Liebesaffäre mit dir selbst, denn du bist der erste Liebespartner für dich. Dann ziehst du Menschen an, die auch sich selbst lieben und etwas zu verschenken haben, weil sie nicht im Mangel-, im ‚Braucher-Bewusstsein‘ leben."

In diesem Rahmen machen wir innere Aufstellungen und Gruppenübungen für eine energetische Klärung und einen neuen Anfang.

Wir werden verschiedene energetische Übungen kennenlernen. Unterstützt werden Sie von einem Lebens- und Sozialberater und einem Energethiker. Sie unternehmen Schritte, die aufzeigen können, wo alte Energien gebunden sind und wo frische Energien für neue Beziehungen gefunden werden können.

Über die Selbstliebe als Voraussetzung für Paar-tnerschaft habe ich weiter unten ein paar Gedanken zusammengetragen.

Unser Zugang zum anderen Geschlecht zeigt auch, wie wir uns selbst behandeln. Die inneren Aufstellungen - Bilderreisen, Trancereisen - Imaginationen - zum Thema Frau-Mann können die Energien der Zell-Erinnerungen neu ordnen.

Weiblichkeit und Männlichkeit spiegeln sich auch in unserer Beziehung zu den Elementen. Diese sind u.a. aus der chinesischen Medizin TCM sowie der Astrologie ein wichtiger Indikator. Sie zeigen Körperenergien, Meridianenergien, Stärken und Schwächen in Bezug auf Erdung, innerem Feuer usw.

Hier gibts Info über die männlichen und weiblichen Elemente und Aufstellungen: Elementeaufstellung

In jeder Aufstellung ist ein wichtiger Schwerpunkt auf die innere Frau / der innere Mann und möglicherweise auch die innere Mütterlichkeit / Väterlichkeit, also die innere Mutter / der innere Vater. Besonders wenn es um die Gegenwartsfamilie geht, also Partnerschaften und andere Beziehungen sowie eigene Kinder, gehen Hindernisse und Schwierigkeiten darauf zurück, wie wir als Kind unsere Eltern erlebt haben.

Unsere Haltungen, unsere Muster führen entweder zu Glück und Fülle oder zu Beziehungsproblemen und Spannungen zwischen unserer Wunschbeziehung und unseren tatsächlichen Beziehungen. Ganz besonders gilt das für Partnerschaftsprobleme. Manche Therapeut/innen sagen: Wir haben unbewusste innere Programmierungen. Diese müssen ans Licht geholt werden, um uns wieder zu Glück in Liebe und Partnerschaft zu verhelfen.

Ist die innere Frau / der innere Mann in uns in Harmonie, so wird sich das gleichfalls im Außen spiegeln. Wir haben dann beide Pole mit allen ihren Eigenschaften als Ressourcen zur Verfügung.

Beispiel: Männlichkeit

Besonders wertvolle Tipps über die Entwicklung der Männlichkeit finden sich in einem jüngst erschienenen Buch. Ich habe diesem Buch einen eigenen Artikel gewidmet: Der Weg zum Herzenskrieger - Auszüge aus einem Buch über die Männlichkeit aus 2011.

Bjørn Thorsten Leimbach beschreibt darin die zehn Eigenschaften des "Herzenskriegers", wie er den "neuen Mann" nennt

l. Die eigene Aggression annehmen und kämpfen lernen
2. Kontakt zu den eigenen Gefühlen bekommen
3. Das eigene Leben in die Hand nehmen und Lebensvisionen entwickeln
4. Die Versöhnung mit dem Vater
5. Echte Männerfreundschaften aufbauen
6. Abnabelung von der Mutter und emotionale Unabhängigkeit von Frauen
7. Die Führung in der Partnerschaft übernehmen
8. Die eigenen Kraftquellen entdecken: Alleinsein, Natur, Meditation
9. Die heilige Seite der eigenen Sexualität erforschen
10. Verantwortung für die Kindererziehung übernehmen

Selbstliebe

Man sagt Folgendes über die Selbstliebe:

Die erste Welle der Liebe muss aus der Mitte des Menschen kommen. Der Mensch muss den eigenen Körper lieben, die eigene Seele lieben, frau/man muss sich selbst lieben, in ihrer/seiner Ganzheit.

Und das ist etwas ganz Natürliches, denn sonst könnte der Mensch nicht überleben. Und es macht uns schön. Ein Mensch, der sich selbst liebt, wird schön - im eigentlichen Sinn. Ein Mensch, der sich selbst liebt, kann gar nicht anders, als ruhiger zu werden, meditativer zu werden als jene, die sich selbst nicht lieben.

Osho schreibt zu diesem Thema:
„Wenn du dein Haus nicht liebst, wirst du es nicht sauber halten. Wenn du dein Haus nicht liebst, wirst du es nicht schön gestalten. Wenn du es nicht liebst, wirst du keinen schönen Garten rundherum anlegen, mit einem Teich mit Lotosblumen. Wenn du dich selbst liebst, wirst du dich mit einem schönen Garten umgeben. Du wirst versuchen, dein Potenzial zu entwickeln, wirst versuchen, alles aus dir herauszuholen, was darauf wartet, ausgedrückt zu werden. Wenn du dich selbst liebst, überschüttest du dich selbst mit dem, was dir wohl tut, und nährst dich ständig selbst.“

Vielleicht werden Sie staunen, wenn andere Sie lieben - ein sicheres Zeichen, dass Sie sich selbst lieben. Denn niemand liebt einen Menschen, der sich selbst nicht liebt.

Beziehungen und Partnerschaften entwickelter Menschen

aus dem Buch Lichtfluss von Greta Adolf-Wiesner, das ich hiermit allen wärmstens ans Herz lege
(1. Auflage 2010, ISBN: 978-3-9503046-0-2)
Link zum Energieteam

„Mein Herz gehört nur Dir allein" und „Ohne Dich hat mein Leben keinen Sinn" und „Ohne Dich kann ich nicht sein" - gefährliche Schlagertexte ...

Wenn mein Herz einem anderen gehört, dann bin ich in der peinlichen Lage, dass ich selbst keines mehr habe. Wenn ich es an jemand anderen verloren habe, dann gehe ich ab nun herzlos durch die Welt.

Dieserart können Beziehungen vor allem zu einem führen: zu Abhängigkeit und Schmerz. Grundsätzlich sind unsere Beziehung wohl vorerst dazu da, dass wir uns zu uns selbst hin entwickeln und unabhängig und frei werden.

Erst dann werden Beziehungen widerspiegeln, was wir als Seelenwesen sind, freie Liebe, Selbstausdruck, Glück. Leichter gesagt als getan - sind doch unsere ersten Beziehungen bereits so angelegt, dass wir in tiefer Abhängigkeit leben.

Ein Dreijähriger kann wohl kaum seinen Koffer packen, seinen Eltern erklären, dass er genug von ihnen hat, dass sie in keiner Weise seinen Wünschen und Vorstellungen Rechnung tragen und dass er daher auszieht...

Ein Neugeborenes ohne den Schutz der Bezugpersonen stirbt ganz schnell. Wir brauchen also Menschen, vom Beginn unseres Lebens an. Wenn wir uns als vollkommene Wesen sehen, die den Wunsch verspüren, mit einem anderen vollständigen Wesen auf der menschlichen Ebene Intimität, Liebe, Begabungen, Gespräche, Freude auszutauschen, dann haben wir einen neuen Zugang zu Beziehung.

Erwachte Beziehungen sind kreative Beziehungen, sie bringen hervor, sie erschaffen, sie führen zu Wachstum und Fülle. Damit dies geschehen kann, müssen wir grundsätzlich frei sein, die Liebe gedeiht nun mal nicht in Abhängigkeiten und Verträgen. Erwachte Beziehungen brauchen immer ein „open end", sie müssen wachsen und sich erneuern dürfen, sie sterben, wenn sie eingeschlossen werden.

Sie gedeihen wie Blumen, wenn sie gepflegt und aktiv genossen werden, und sie sterben auch wie Blumen, wenn sie nicht mehr gegossen werden.
Sie ernüchtern unter dem Austausch von Meinungen, Vorwürfen, Geboten und Verboten, sie entfalten sich im freien Austausch und in der gemeinsamen Ausrichtung und sie folgen denselben Gesetzen wie alles andere auch: Was gewürdigt, geschätzt und bekräftigt wird, wächst und entfaltet sich, was entwertet, kritisiert und ausgehungert wird, stirbt ab.

Bedingungslose Liebe ist immer da, sie wird sich jedoch nicht notwendigerweise in bestimmte Formen gießen, denn sie liebt zu jeder Zeit und immer, alles, was ist. Sie ist reine Erholung und an nichts gebunden. Sie ist unser Geburtsrecht.

Wer in diese Freiheit eingetaucht ist und keinerlei Wunsch mehr nach intimer Zweisamkeit hat, für den ist die Welt zur Liebesbeziehung mit allen geworden. Bedingungslose Liebe braucht keine Beziehungen, in der bedingungslosen Liebe löst sich im Grunde genommen alles auf und wird wieder leer.

Sie ist unser Urgrund, und erst unsere Wünsche, Intentionen schaffen darin neue Formen und Erfahrungen. Das ist wohl auch ein Grund, warum sich auch sehr gute Beziehungen auflösen - weil sie ihren Zweck erfüllt haben. Die Form geht, die Liebe bleibt. Wenn wir diesen Auflösungen nicht mehr mit Verlustangst und Schmerz begegnen, dann können wir sie würdigen und in Frieden weitergehen zu neuen Horizonten in der Evolution unserer Seele.

Die Vorstellung, dass wir Beziehungen haben müssen, löst sich auf. Wer sich selbst gefunden hat und in die tiefste Liebe, die Selbstliebe, eingetaucht ist, braucht gar nichts mehr.

Alles, was dann noch geschieht, geschieht aus der Glückseligkeit des Seins und entspringt und entspricht ganz dem Potenzial, dass die Seele entfalten will. Wenn diese Seelen sich beziehen, dann wird Beziehung reines Spiel und reine Freude. Im besten Fall sind dann Beziehungen ein freier, köstlicher Tanz im ewigen kosmischen Sein.

Mythos Erotik

Ruediger Dahlke hat ein Buch über die Erotik geschrieben: Polarität statt Gleichheit – ein Plädoyer für natürliche und erfüllende Erotik

Ruediger Dahlke wagt es, ein delikates Thema »gegen den Strich zu bürsten«. Männer und Frauen sollten gleichberechtigt sein – sie sind aber nicht gleich. Auch und vor allem nicht im Bett. Ein Buch, das uns die Augen öffnet, um die eigenen Wünsche zu entdecken und das Glück körperlicher Liebe befreit zu genießen.

Wie vertragen sich Hochsensibilität und Sex? Website von Kristina Hazler

Hier wird das Thema von einer anderen Seite beleuchtet. Wenn die Liebe verbindet und Neues erschafft

Hier ein kurzer Ausschnitt aus diesem sehr tief gehenden Artikel: "Die Sexualität ist ein starkes Instrument, das wir Menschen verliehen bekommen haben. Es kann neues Leben und neue Welten erschaffen, aber es kann auch zerstören. Die Energie folgt der Absicht und der Aufmerksamkeit. Werde dir bewusst, wie du mit diesem Instrument umgehst und wann du es einsetzt, ob du in jedem Moment, in dem du ein sexuelles Verlangen verspürst, es sich auch wirklich um einen Moment handelt, in dem du genug Energie, Kraft und Mut hast, Anderswelten zu besuchen und größere Mengen an Energien und Informationen zu verarbeiten als du es bereits tust."

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst

"Liebe deinen Nächsten wie dich selbst." Das ist nicht nur für Jesus, sondern für viele weise Menschen wichtig.

Dazu wieder Osho, der treffend anmerkt: "Das Grundlegende ist, dich selbst zu lieben. Du kannst nicht jemand anderen lieben, wenn nicht erst die Liebe in dir selbst emporquillt. Und du bist dir selbst am nächsten. Wenn du dich hasst, wirst du auch deinen Nächsten hassen...Liebe dich selbst und aus dieser Liebe entsteht die Liebe für andere."

Und weiter: "Wenn zwei Liebende beisammensitzen, sitzen zwei Nichts beisammen, zwei Nullen. Und darin besteht die Schönheit der Liebe, dass sie dich völlig leer macht vom Selbst... Mache dich leer! Verströme dich in der Liebe, damit Platz in dir wird - denn Gott kann nur in dich eintreten, wenn du Platz hast, ihn in dir aufzunehmen.

Und es wird viel Platz nötig sein, denn du machst dich bereit, den höchsten Gast zu empfangen. Du lädst das ganze Universum in dich ein. Dafür brauchst du eine unendliche Leere, ein Nichts in dir. Liebe ist der beste Weg, um zu einem Nichts zu werden.

Darum vergiss nicht: Egoistischer Stolz ist niemals Selbstliebe. Egoistischer Stolz ist das genaue Gegenteil. Ein Mensch, der sich selbst noch nicht lieben gelernt hat, wird zu einem Egoisten."

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Partnerschaft und Kinder

Das innere Kind

Dazu schreibt Dr Langlotz in seinem Rundbrief vom Okt. 2012 II:

ARBEIT MIT DEM „KINDLICHEN SELBST"

Wie ihr wisst, lasse ich in der Arbeit auch Repräsentanten für das kindliche Selbst aufstellen. So wird deutlich, ob der Klient mit seinem kindlichen Selbst verbunden ist - oder nicht, und wie eine Annäherung möglich ist. Dabei sind bemerkenswerte Zusammenhänge deutlich geworden.

Das kindliche Selbst - oder innere Kind - wurde in der Kindheit von den Eltern vielleicht nicht gesehen, nicht geschätzt oder sogar als anstrengend oder falsch abgelehnt. Kinder - um zu überleben - übernehmen diese Bewertung der nahen Bezugspersonen - von denen sie ja materiell und emotional völlig abhängig sind - um zu überleben. Sie sperren - bildlich gesprochen - diesen unerwünschten kindlichen Selbstanteil in den Keller oder stellen ihn vor die Türe. Dazu gehört auch die Freude, die Angst, die Wut, die Fantasie, die Neugier, das Bedürfnis, etwas anzustellen. Ohne diesen Anteil sind die Betroffenen häufig ernst, freudlos, unlebendig.

In der Beziehung wirkt sich das bisweilen so aus, dass der Betroffene vom Partner erwartet, dass er sich um dies bedürftige innere Kind kümmert, am besten ohne das man etwas dazu sagen muss. Bisweilen geschieht dies auch gegenseitig Das geht meistens schief! Die Folge: man hält den anderen - für den man ja so viel tut! - für egoistisch!

Gegenüber den eigenen Kindern führt die fehlende Verbindung mit dem eigenen inneren Kind häufig dazu, dass man den eigenen Kindern das gibt, was das eigene innere Kind früher gebraucht hätte - so als wolle man ihnen das eigene Schicksal ersparen. Typische Folge: die Kinder „ertrinken" in Mutterliebe - und das innere Kind verdurstet im Keller.

Die Lösung: nach der Verbindung mit dem erwachsenen Selbst kann man sich - als Erwachsener - dem inneren Kind nähern, würdigen, was es alles ausgehalten hat - Vorsicht, hier kann der Klient in eine Überidentifizierung mit dem verlassenen inneren Kind geraten, und die Verbindung mit dem erwachsenen Selbst verlieren! Statt als Erwachsener, dies verlassene Kind in den Arm zu nehmen und zu trösten („Selbst-Beruhigung") wird er sozusagen überflutet von den frühen Verlassenheitsgefühlen des inneren Kindes.

Vielleicht hat man früher - identifiziert mit der Sicht der Eltern - das innere Kind abgelehnt, seine Schwäche, seine Bedürftigkeit, seine Vitalität, seine starken Gefühle. Jetzt ist es möglich, dies innere Kind anzunehmen, so wie es ist.

Ein Bild: wenn man das innere Kind „zur Tür hinausschickt", kommt es heimlich durchs Fenster wieder herein, klettert ins Cockpit und setzt sich ans Steuer - und der Betroffen wundert sich, was für einen merkwürdigen Kurs sein Boot fährt! Wenn er das innere Kind aber annimmt, mit ihm verbunden ist, dann will es natürlich auch ins Cockpit und ans Steuer - so sind halt die Kinder! Aber der erwachsene Teil ist dabei und hat auch seine Hand am Steuer.

Das macht einen Unterschied!

Symbiose

Häufig finden wir in Beziehungen Tendenzen der Symbiose, vor allem der destruktiven Symbiose.

Auch das Thema der Symbiose kann in Aufstellungen über partnerschaftliche Anliegen auftauchen.

Hier ein Artikel mit dem Titel "Das Symbiosetrauma" von Birgit Assel über die Symbiosebeziehung, aus dem ich kurz zitieren möchte:

In einer destruktiven Symbiose gibt es Täter und Opfer, die in einem Abhängigkeitsverhältnis miteinander leben. Angst und Macht bestimmen die Beziehungen zueinander. Autonomie und Selbstbestimmung werden als Bedrohung empfunden. In einer destruktiven Symbiose gibt es Verlierer und Gewinner, es gibt kein Gefühl für Recht und Unrecht, Verleugnung und Lüge werden als Wahrheit „verkauft“, Ausbeutung für Liebe. Liebe wird verdreht und wird zur emotionalen Erpressung benutzt: „Entweder du bist so, wie ich dich haben will, oder ich liebe dich nicht mehr!“

Überangepasstheit und Selbstverleugnung auf der einen Seite, falsche Autoritäten und Machtmissbrauch auf der anderen Seite, werden als Normalität empfunden. Die ständige Angst, die Zugehörigkeit zu verlieren, zeichnet die destruktive Symbiose aus: Der Macht Ausübende bangt um seinen Machtverlust, begleitet von der unbewussten Angst, mit seiner wahren Unzulänglichkeit konfrontiert zu werden.

Der Angepasste bangt darum, sanktioniert und verstoßen zu werden und in seiner Wertlosigkeit bestätigt zu werden. Beide Parteien plagen im Grunde genommen die gleichen Ängste vom dem Nicht-mehr-dazu-Gehören und dem Gefühl der Bedeutungslosigkeit. So wird von beiden Seiten an den „Rollen“ festgehalten - um den Preis des Opferns des wahren Selbst und der eigenen Identität.

In einer destruktiven Symbiose gibt es nur wenig Raum für Autonomie, stattdessen destruktive Abhängigkeiten, keine klaren Abgrenzungen zwischen Ich und Du und ausbeuterische bzw. parasitäre Tendenzen.

Dr. Langlotz schreibt im Okt. 2013 zum selben Thema:

In den Aufstellungen zeigt sich immer wieder folgendes Phänomen: ein Klient kennt seinen eigenen Raum/seine Grenzen nicht. Er kann nicht sicher zwischen Eigenem und Fremdem unterscheiden, ist daher eher mit Fremdem als mit sich selber verbunden. Ohne sein Selbst kann er eine „selbstbestimmte" Ich-Du-Beziehung nicht eingehen. Es bleibt ihm nur eine Beziehung „im Symbiosemodus". Er kann gar nicht anders, als sich in einen fremden Raum zu begeben, zum Beispiel auch in einer Partnerbeziehung. Obwohl er da gar nicht zuständig ist, gar nicht handlungsbefugt - und auch gar nicht handlungsfähig, versucht er sich da „nützlich - oder vielleicht unentbehrlich - zu machen, indem er für die Partnerin ein verstorbenes Geschwister oder den früh verlorenen Vater vertritt. Oder er hat den Anspruch, sich in ihrem Raum, „auf ihrem Boot" besser auszukennen, als sie selber, um auf ihrem Boot der bessere Kapitän sein zu können. So als hätte sein Leben nur so eine Berechtigung, einen Sinn. Das ist dreifach fatal: Diese Rollen verschaffen zwar die Illusion, wichtig oder unersetzlich für die Partnerin zu sein. Aber
• er kann diese Rollen nicht wirklich ausfüllen.
• Der Misserfolg ist unvermeidbar, obwohl er seine ganze Energie dafür einsetzt - die ihm für sein Eigenes fehlt. Das zehrt an seinen Kräften - und an seinem Selbstwert. Schlimmer noch:
• er kann seine eigentliche Rolle als Partner und Geliebter nicht einnehmen.

Manche verwechseln auch - zum zweiten Mal - Eigenes und Fremdes, und versuchen, wie ein Pirat auf dem Boot der Partnerin die eigenen Interessen zu vertreten. Aber der anfängliche Erfolg kann nicht von Dauer sein. Die Partnerin fühlt sich manipuliert, nicht ernst genommen, benützt. Die gegenseitige Achtung geht verloren und damit auch die Liebe.

Ein nachhaltiger Erfolg ist nur möglich, wenn man im eigenen Raum, in der eigenen Zuständigkeit bleibt, identifiziert mit sich selbst - statt mit fremden Bedürfnissen und Ansichten!

Wenn ich ich bin

Aus dem Newsletter November 2014 von Dr. Langlotz

Von einer Schülerin erhielt ich folgenden Text, der sich auf unser Thema bezieht:


Wenn ich ich bin, weil ich ich bin

und du du bist, weil du du bist,

dann bin ich ich

und dann bist du du.

Wenn aber ich ich bin, weil du du bist,

und du du bist, weil ich ich bin,

dann bin ich nicht ich,

und du nicht du.


Rabbi Mendel

Bei Buber gibt es sehr berührende Texte über die Begegnung zwischen Ich und Du und wie in dieser Begegnung erst das Ich zum Ich wird.

Hier wird demgegenüber mit einer überraschenden Klarheit ausgedrückt, dass das Ich nicht durch ein Du bedingt ist. Sondern - und das wird hier nicht ausgesprochen, aber es ist zu ahnen - durch die Verbindung zu etwas Größerem, Transzendenten, das nicht benannt wird - weil es nicht benannt werden kann.

(Vergl. Laotse: „Das Tao, das benannt werden kann , ist nicht das Tao." )

Ende Zitat Dr. Langlotz

Die Alchemie in der Beziehung - Autarkie und Symbiose

Passagen aus dem Buch "Die Alchemie in der Beziehung" (Ein astropsychologischer Ratgeber für die Partnerschaft von Hajo Banzhaf/ Brigitte Theler) gefunden auf Tarot.de:

Autarkie und Symbiose verkörpern die Extremformen zweier Grundkräfte, die - in gesundem Maß gelebt - jede lebendige Beziehung steuern: das Lösen und das Binden. In jeder Beziehung gleichen diese beiden Kräfte einander aus. Ob dieses Kräftegleichgewicht entspannt ist und harmonisch zustande kommt, immer neu in heißen Kriegen erstritten wird, zu kalten Kriegen erstarrt oder sich in Apathie und Gleichgültigkeit kleidet, ist einerlei. Ausgleichen werden sich diese beiden Kräfte allemal. Dabei kann es so aussehen, als ob eine der beiden Kräfte vorübergehend verdrängt wurde und die andere die Oberhand gewonnen hat. Ganz sicher aber wurde die scheinbar unterlegene Kraft nur ins Unbewusste verdrängt und konstelliert sich dort neu, um früher oder später wieder aufzutauchen und ihrerseits die Oberhand zu gewinnen. Oftmals werden die zu diesem Kräftespiel gehörenden Rollen zwischen den Beteiligten bereits in den ersten Augenblicken des Kennenlernens verteilt, lange bevor auch nur einer ahnt, dass aus dieser Begegnung eine Beziehung hervorgehen wird. Von Anfang an fällt einem der beiden die Rolle des »Binders« zu, während der andere die des »Lösers« übernimmt. Und dabei bleibt es in aller Regel...

Die Aufgabe des Binders besteht darin, für die Verbindlichkeit der Beziehung Sorge zu tragen, dafür, dass man möglichst viel zusammen ist und gemeinsam unternimmt, während der Löser die Distanz aufrecht erhalten muss, um der Eigenständigkeit der beiden genügend Raum zu sichern. Solange beide ihrer Aufgabe im rechten Maß nachkommen, ist die Beziehung gesund und entwickelt sich lebendig. Dort, wo man sich lässt und wiederfindet, um sich erneut zu lassen und erneut wiederzufinden, ist persönliches Wachstum und das Wachstum in der Beziehung möglich, da keiner der beiden in eine starre Schablone gepresst oder auf eine bestimmte Ausdrucksweise reduziert wird, sondern nach und nach mit seinem ganzen Wesen in Erscheinung treten darf. Wo man dagegen nur gebunden ist, klebt man symbiotisch so fest aneinander, dass für Weiterentwicklung kein Raum ist. Und dort, wo nur Distanz vorherrscht, wo alles nur locker und lose ist, fehlt es an der Reibung, die es zur Weiterentwicklung braucht. Deshalb erkannten schon die Alchemisten das Geheimnis jeder Höherentwicklung im steten Wechselspiel vom Lösen und Binden. Hinter ihrer altehrwürdigen Tradition verbirgt sich ein umfassendes Wissen um die wahren Gesetze der Wandlung. Wann immer eine tiefgreifende Veränderung in unserem Leben notwendig wird, wann immer wir spüren, dass wir uns wandeln müssen, oder wenn wir feststellen, dass unser Wachstum stagniert und unsere Beziehung sich nicht weiter entwickelt, ist es hilfreich, die Ratschläge dieser hermetischen Wissenschaft zu beherzigen, die C.G. Jung die »Psychologie des Mittelalters« nannte....

Ein Phänomen an dem sich das Wirken dieser Archetypen leicht erkennen lässt, ist eine aus vielen Beziehungen bekannte Konfliktsituation: Während der Mann ständig von seinem ihm heiligen Freiheitsbedürfnis, seinem Drang nach Unabhängigkeit und der Unmöglichkeit, sich wirklich fest zu binden redet, beschwört die Frau das Gemeinsame und ist bereit, ihr letztes Hemd für die Verbindlichkeit der Beziehung zu geben. Das ist zumindest die äußere Wirklichkeit auf der bewussten Ebene. Im Unbewussten dagegen konstellieren sich die Gegenpole. Die Anima, die innere Weiblichkeit des Mannes, tut ihr bestes, um dessen bewussten Unabhängigkeitsdrang entgegenzuwirken. Das Ergebnis ist beeindruckend. Anstatt seinem angeblichen Freiheitsdrang wirklich nachzugehen, fühlt sich der Mann innerlich im gleichen Maß zu seiner Frau hingezogen, wie er ihr die Ohren von seinem Bedürfnis nach Unabhängigkeit vollschwatzt; denn genauso stark wie er bewusst nach Ungebundenheit strebt, bindet ihn seine weibliche Seite, seine (unbewusste) Anima in die Beziehung ein. Da wir unbewusste Kräfte gern auf andere projizieren, wird dieser Mann natürlich seiner Frau die Schuld an seiner vermeintlichen Unfreiheit geben und ihr vorwerfen und unterstellen, dass sie ihn nicht gehen lässt, wohingegen es natürlich einzig seine Anima ist, die ihn bindet. Die Frau ihrerseits wundert sich, wieso der Mann immer wieder zu ihr kommt, wenn er ihr doch eigentlich nur sagen will, dass er bestimmt gehen wird. Doch während sie bewusst mit aller Kraft um den Fortbestand und die Verbindlichkeit der Beziehung ringt, ihn zu becircen und zu umgarnen versucht, konstelliert sich ihre innere Gegengeschlechtlichkeit immer stärker und eines schönen Tages, wie aus heiterem Himmel, zückt ihr innerer Animus das Schwert und lässt sie - auch zu ihrer eigenen Überraschung - die Beziehung zerschlagen, für die sie so lange gekämpft hat. Je unbewusster wir uns dieser inneren Kräfte sind, um so mehr sind wir ihnen ausgeliefert und um so weniger verstehen wir unser Verhalten in Augenblicken, wo wir von ihnen bestimmt werden.

Marianne Williamson - Rückkehr zur Liebe

Seite 129f: „In einer heiligen Beziehung betrachten wir es als Bestandteil unserer Bindung, unseren Gefühlen laufend ehrlich Ausdruck zu geben, und unseren Partner dazu zu ermuntern, das ebenfalls zu tun. Wir teilen uns gegenseitig dann so viel mit, dass sich die Chancen, dass sich in einem von uns Wut anstaut, verringern. Bis dahin müssen wir uns damit befassen, was wirklich ist. Wenn Wut aufsteigt, muss das akzeptiert werden. Wenn wir glauben, dass unser Partner uns nicht mehr liebt, wenn wir wütend werden, hören wir auf, ehrlich zu sein, und die Beziehung ist zum Scheitern verurteilt...Es ist außerordentlich wichtig, dass wir uns einen sicheren Raum für das Kämpfen lassen. Ich sage das, weil das Kämpfen nicht unbedingt ein Kämpfen ist...

Das Thema Wut ist für spirituell Suchende ein heißes Eisen. Viele Leute haben zum Beispiel ein Problem mit Jesu Wut über die Geldwechsler im Tempel…Was wir hier Jesu Wut nennen, war Energie. Ein emotionaler Ausbruch muss nicht gleich als Wut bezeichnet werden. Es handelt sich um die Freisetzung von Energie, die man nicht unbedingt als negative oder ‚unspirituelle’ Emotion werten muss.

Wenn jemand seinem Zorn nicht Luft macht, heißt das ja noch nicht, dass er nie zornig ist. Nach außen gerichtete Wut nennt man Wut. Nach innen gerichtete Wut nennt man Geschwür oder Krebs oder anderes...Es ist absolut ungesund, wenn Sie leugnen, Ärger oder Wut zu empfinden.

Es gibt eine Möglichkeit, unseren Zorn anderen Menschen mitzuteilen, ohne ihn in eine Attacke ausarten zu lassen. Sie sagen zum Beispiel nicht: Du machst mich dies oder das, sondern: Das ist es, was ich empfinde. Ich sage nicht, dass du mich so fühlen lässt oder daran schuld bist. Ich teile es dir nur als Bestandteil meines Heilprozesses mit, damit ich dieses Gefühl loslassen und weiterkommen kann.

Auf diese Weise übernehmen Sie die Verantwortung für Ihre Gefühle, und was man als einen Streit hätte betrachten können - oder eventuell als unangenehm vermieden hätte, kann nun zum wichtigen Aspekt der Heilkraft von Beziehungen werden...Wirkliche Beziehungen erfordern eine ehrliche Kommunikation, ganz gleich, wie schmerzlich oder furchteinflößend das sein mag...

Wenn Sie Gott bitten, er möge Ihr Leben heilen, richtet Er ein sehr helles Licht auf alles, was Sie sich anschauen müssen. Und schließlich sehen Sie Dinge über sich selbst, die Sie vielleicht lieber nicht sehen wollten...Wir müssen uns mit unserer eigenen Hässlichkeit konfrontieren. Wir müssen uns oft schmerzhaft die Untauglichkeit eines Musters bewusst machen, bevor wir bereit sind, es aufzugeben.“

Seite 159: „Ein Sich-Einlassen in eine Beziehung meint ein Sich-Einlassen auf den Prozess gegenseitigen Verstehens und Vergebens, ganz gleich, wie viele Gespräche das erfordert und wie unangenehm diese zuweilen sein mögen.

Wenn wir uns auf physischer Ebene von einer Person trennen, mit der wir eng verbunden waren, heißt das nicht, dass die Beziehung beendet ist. Beziehungen sind ewig. Die ‚Trennung’ ist ein weiteres Kapitel in der Geschichte dieser Beziehung...Ich liebe dich so sehr, dass ich dich freigeben kann, dort zu sein, wo du sein musst, und hinzugehen, wo du hingehen musst.

Dieser Moment in einer Beziehung hat nichts mir ihrer Beendigung zu tun.“

Aus: Rückkehr zur Liebe: Harmonie, Lebenssinn und Glück durch "Ein Kurs in Wundern" von Marianne Williamson

Originaltitel: Return To Love. Originalverlag: HarperCollins Publishers

Aus dem Englischen von Susanne Kahn-Ackermann, ISBN: 978-3-442-12209-7, Verlag: Goldmann

Wissenschaftliche Studien über Gender Issues

die ich in diesem Zusammenhang interessant finde

Aus dem ORF: Männer in Kindergärten verändern Bubenverhalten

Eine Studie der Universität Innsbruck hat gezeigt, dass der Einsatz von männlichen Kindergartenpädagogen das Verhalten von Buben beeinflusst. Diese würden dadurch interessierter an Kontakten, aktiver und weniger angepasst....Die Forscher konnten durch Zusammenführung aller Untersuchungsdaten bei 21 Fallstudien außerdem gerade bei jenen Burschen Verhaltensunterschiede festmachen, „die real kaum von einer präsenten Vaterfigur profitieren konnten“....Wieso es zum beobachteten „Mann-Junge-Effekt“ kommt, konnte in der Studie noch nicht umfassend geklärt werden. Befürchtungen, dass der Einsatz von mehr männlichen Kindergartenpädagogen zu einer Verfestigung oder Wiederaufrichtung konventioneller männlicher Geschlechterrollenklischees beitragen könnte, weisen die Autoren zurück: Das scheine „einer durch nichts belegbaren genderideologischen Voreingenommenheit zu entspringen.“ Vielmehr könnte, so die Hoffnung der Wissenschaftler, der „Mann-Junge-Effekt“ bei entsprechender gendersensibler Ausbildung des Personals genutzt werden, um für die Burschen wichtige „korrigierende und modifizierende pädagogische Schritte zu setzen“.

Zu dem Gedicht schreibt Kunstpause47.de - zuletzt abgerufen Nov. 2014:

Info zu den Gedichten

Die aktuell eingestellten Gedichte ( Gedichtzyklus "Im Du gefangen") wurden angeregt durch das nachfolgende Zitat aus dem Theaterstück "Kunst" von Yasmina Reza:

Wenn ich ich bin , weil ich ich bin,
und du du bist, weil du du bist,
dann bin ich ich und du bist du.

Wenn ich hingegen ich bin, weil du du bist,
und wenn du du bist, weil ich ich bin,
dann bin ich nicht ich und du bist nicht du.

© Mag. Michael Reiterer 2010 - 2019
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