AHA-SYS, Michael Reiterer

Körperbewusstsein, Körperwahrnehmung - der Körper als Tempel der Seele

Kürzlich sprach ich mit einer Freundin über das Spüren des eigenen Körpers und die körperlichen Wahrnehmungen. Wir beide hatten mit 20 noch kaum die Bewusstheit, die wir heute haben.

Offenbar entwickelt sich das Körperbewusstsein...

...erst allmählich mit der Erfahrung, der Meditation, der Absicht, ganz im Körper gewahr zu sein.

Wir alle spüren den Körper sehr gut, wenn wir Schmerzen haben. Oder wenn die primären Bedürfnisse gestillt werden müssen. Als kleines Kind hat man wahrscheinlich noch die absolute Körperempfindung. Dann kommt aber die (V)Erziehung und viele junge Seelen dürfen nicht mehr spüren. Sie trauen den Erwachsenen mehr als ihrem eigenen Empfinden. Sie denken, es war nur eine dumme falsche Empfindung, der man nicht glauben kann. Die Erwachsenen wissen es ja besser, die haben ja schon so viel Lebenserfahrung.

Für Aufstellungen, Behandlungen mit der Quantenheilung, für die Atemarbeit oder die geistige Heilung, sowie die Einfühlungsarbeit...

...sind manchmal viel leisere Wahrnehmungen von Bedeutung. Es interessiert uns:

  • Wie spüren Sie Ihren Körper jetzt im Vergleich zum Normalzustand?
  • Ist da ein Unterschied zwischen den Körperhälften? Dreht sich der Körper leicht in eine Richtung? Ist er gebeugter als sonst oder aufrechter? Wie ist der Kontakt zu den Füßen / zu den Händen?
  • Nehmen Sie deutliche oder auch nur schwache Eindrücke wahr? Treten Empfindungen auf, die sonst nicht spürbar sind, vielleicht nur an einer bestimmten Stelle des Körpers? Beispiele dafür sind kühl / warm, schwer / leicht, voll / leer, hell / dunkel, drücken / kitzeln / stechen / jucken / brennen / ziehen usw.
  • Welche Bilder tauchen auf? Spüren / sehen Sie Menschen vor Ihrem inneren Auge? Kommen Töne, Wörter, Sätze?

Diese Wahrnehmungen gilt es anzunehmen

Meist ist es auch wichtig, sie auszusprechen. Damit hängen auch Gefühle und Emotionen zusammen, die aufsteigen können: Trauer, Wut, Hilflosigkeit, Lachen, Lebensfreude, Dankbarkeit. Oder es steigen mit der Körperwahrnehmung Gedanken hoch: Auch diese können ausgedrückt werden, weil man dadurch der Lösung einen Schritt näher kommen kann.

Wir begleiten Sie in unseren Sitzungen und unterstützen Sie bei der Aufarbeitung Ihrer Wahrnehmungen.

Kontrolle und Loslassen - Abschied und Neubeginn

So einfach es klingt: wer ein Problem loslassen möchte, aber nicht kann, hat ein Problem mit Kontrolle in diesem Lebensbereich.

Die Wahrnehmungen im Körper sind die Leuchttürme für die Lösung von Problemen.

Dazu eine Vorgeschichte:
Was haben diese Menschen gemeinsam?
- Edwine, seit 20 Jahren geschieden, kommt bei jedem Treffen mit ihren Freundinnen auf Ihren Ex zu sprechen.
- Manuel, 50+, arbeitet sehr intensiv an seiner Selbstverwirklichung, aber hat eine schiefe Körperhaltung, die keine organischen Ursachen hat.
- Mimi, mit erfülltem Privatleben aber unglücklich im Beruf, sehnt beim Aufstehen jeden Tag nur ihre Pensionierung herbei.

Erraten! Gemeinsam ist ihnen: sie alle haben einen Teil ihres Lebens unter Kontrolle. Anders gesagt: sie halten fest, statt loszulassen. Selbstverständlich erkennen wir uns alle in diesen Beschreibungen wieder. Und wir können Geschichten von Menschen erzählen, die ganz ähnlich gestrickt sind.

Wie auf der Hand liegt, ändert das Festhalten nichts am Ex, an der Körperhaltung und der Pensionierung.

Rhythmus der Bewegungen

Im Yoga gibt’s den schönen Rhythmus: anspannen, entspannen.

In der Natur fallen die Blätter ab, bevor der Baum seine Energien zurückzieht, und dann neue Blätter entstehen.

Niemand will das ändern.

In unserer Arbeit (Atemsitzungen, Aufstellungen, Quantenheilung…) ist es uns auch egal, wer was wo kontrolliert. Die Kontrolle in manchen Lebensbereichen hatte über eine bestimmte Zeit eine Funktion im Leben des Menschen. Wir nehmen in der Behandlung der Quantenheilung beispielsweise einfach das Thema „Kontrolle“ zur Quantenwelle dazu.

Das Annehmen der Kontrolle führt zu einer Gegenbewegung, mit der sich vieles lösen kann. Kontrolle an sich ist weder gut noch schlecht. Nur manchmal zu stark oder zu lang anhaltend, nicht mehr „unter Kontrolle“.

Gibt es sonst ein Kochrezept für den Umgang mit der Kontrolle?
Im Alltag hilft oft die Fremdbeobachtung: eine Freundin/ein Freund, die/der uns liebevoll darauf aufmerksam macht, diesen Lebensbereich genauer anzuschauen, wo wir gerade feststecken.

Wer nicht das Glück derartiger Freund/innen hat, oder gerade vor einem großen Knoten steht, der gelöst werden soll, braucht sich vielleicht einfach nur an „Kontrolle“ erinnern. Das animiert hoffentlich das Unterbewusstsein zum Loslassen.

Es könnte übrigens sein, dass - wie beim Atemrhythmus - eine anfängliche starke Kontrolle zu einem starken Loslassen führt. Dieser Prozess kann dann sehr tief gehen.

Abschied und Neubeginn

Damit verabschieden wir uns von unseren Problemen, nicht nur am Ende des Jahres, sondern am Ende jeden Tages. Damit wir am Morgen neu beginnen, neu geboren werden können.

Dr. Bruce Lipton:

The moment you change your perception is the moment you rewrite the chemistry of your body

Robert Betz schreibt sehr stimmig dazu:

Dein Körper spricht ständig zu dir durch seine Empfindungen – Bist du bereit zu hören und sie anzunehmen, wenn es sich um Unangenehmes handelt?

Unser Körper spricht zu uns jede Minute durch die Sprache der Empfindungen, durch Wohlsein oder Unwohlsein, Ruhe oder Unruhe, Weite oder Enge, Wärme oder Kälte, Weichheit oder Härte, Entspanntheit oder Druck und Verspannung, Starre oder Beweglichkeit, Leichtigkeit oder Schwere, Schmerz oder Freiheit von Schmerz u.a.

Es sind feinstoffliche Zustände, bei denen der Arzt im Grobstofflichen oft nichts feststellen kann, wenn es sich um unangenehme Empfindungen handelt. In diesem Fall, wenn es unserem Körper nicht gut geht, ignorieren wir diese Empfindungen oft, lehnen sie ab und wollen sie möglichst bald wieder loswerden. Wenn wir dies tun, können sich diese Zustände nicht verändern, sondern sie verstärken sich mit der Zeit mehr und mehr und entwickeln sich oft zu manifesten Krankheiten.

Die ersten beiden Schritte zur Verwandlung eines unangenehmen Zustands in einen angenehmen, heißen WAHRNEHMEN und ANNEHMEN. Nimm dir immer wieder mal 5- 15 Minuten Zeit, schließe die Augen, atme tief und sanft und werde zum Beobachter und Erforscher deines Körpers und sage: „ALLES IN MIR DARF JETZT DA SEIN. ICH BIN BEREIT ES ZU FÜHLEN (Oder „Mein Druck/meine Schwere/meine Enge etc. darf jetzt da sein. Ich bin bereit, dich jetzt zu fühlen“. Das Annehmen, das Durchatmen und bewusste Durchfühlen dieser Zustände bringt diese Energien in Fluss.

Nimm dir am Wochenende ein paar mal die Zeit, um dich bewusst und liebevoll deinem Körper zu widmen und mache ihm und dir damit ein großes Geschenk. Das aktiviert seine Selbstheilungskräfte in hohem Maße.

siehe auch Robert Betz auf Facebook am 11.1.2014

Und weiter schreibt er unter anderem am 28.1.2014:

Dein Körper spiegelt dir etwas von deiner Art zu leben
- Zum Umgang mit unangenehmen körperlichen Empfindungen

Unser Körper spricht zu uns permanent über die Empfindungen, die er uns spüren lässt. Mit angenehmen Empfindungen wie Wärme, Leichtigkeit, Harmonie haben wir kein Problem, aber bei unangenehmen sagen wir ‚Ich fühle mich nicht gut!‘

In dieser Zeit taucht bei immer mehr Menschen eine Anhäufung unangenehmer bis schmerzhafter Empfindungen auf wie Starre und Steifheit in den Gelenken, Verhärtungen, Schwere-Gefühle auf Brust und Schultern, Druck in Kopf, Brust, Nacken, Magen, Kälte in Füßen, Händen und anderswo, Ohrgeräusche bis Tinnitus und manch anderes. Das ist die Sprache des feinstofflichen Energiekörpers, der uns auf Energieblockaden in ihm aufmerksam macht und von dem die Gesundheit und der Zustand unseres physischen Körpers komplett abhängen.

Diese Empfindungen sind unsere eigenen Schöpfungen, denen wir Zeit und Aufmerksamkeit schenken dürfen. Nimm dir täglich Zeit für deinen Körper, werde still und atme ein, zwei Minuten sanft und tief. Dann lenke deine Aufmerksamkeit auf alle Signale deines Körpers und sage: „Alles in mir darf jetzt da sein! Ich bin bereit, dich meine Schwere (Enge, Kälte, Druck etc.) zu fühlen. Ich danke dir.“ Fühle bewusst und bejahend, was sich zeigt im Körper und durchatme all die Regionen, indem du beim Atmen deine Aufmerksamkeit darauf lenkst. Denn deine Aufmerksamkeit lenkt deinen Atem genau dorthin, worauf du ihn richtest. Zusammen mit deiner Annahme, deinem Ja zu dem, was jetzt da ist, lösen sich eine Menge Energieblockaden schon allein durch diese einfache Handlung auf.

Mach die Übung am besten täglich für 20-30 Minuten und du wirst manch positive Überraschung erleben. Wichtig: Mach die Übung nicht, um das Unangenehme wegzumachen, sondern um es fühlend anzunehmen und ihm deine Wertschätzung zu schenken. Denn alles, was du in dir fühlst, hat dir gedient – es ist deine Schöpfung.

Und weiter schreibt er unter anderem am 18.2.2014:

"Dein Körper und dein Herz wünschen sich dein JA zu dir und deinem Leben - Alles, was du denkst, sprichst und tust, geht nicht nur als Energie in die Welt hinaus und erschafft Zustände und Ereignisse in deiner äußeren Lebenswirklichkeit. All diese Energien gehen auch nach innen. Alle Zellen deines Körpers hören, was in deinem Geist vor sich geht. Sie nehmen es als Schwingung auf und müssen darauf reagieren..."

Um den Körper besser zu spüren und Gefühle bejahend zu verwandeln, gibt es unter anderem auch eine Meditation von Robert Betz auf YouTube

Wie wichtig der Körper und seine Signale sind weiß die Wissenschaft und auch NLP - der Körper kennt unsere Geheimnisse

Psychologen zufolge verraten sich Lügner durch subtile Anzeichen. Wer ihnen auf die Schliche kommen will, muss auf Mimik, Pupillengröße und Sprechgeschwindigkeit achten...

Beim freudigen Gesichtsausdruck beherrschen zwei Muskeln das Geschehen: Der Jochbeinmuskel zieht den Mundwinkel nach oben und der Augenringmuskel schiebt die Haut rund um die Augen zusammen, sodass die bekannten Krähenfüßchen erscheinen. Bei negativen Gefühlen ist die Mimik deutlich komplizierter. Und an deren Rekonstruktion scheitern Lügner immer wieder, wie ten Brinke im Fachblatt "Law and Human Behavior" schreibt.

Mehr dazu auf Science ORF.at

Anmerkung zu NLP:

Beim NLP (dem Neurolinguistischen Programmieren, einem psychologischen Methodensystem) bedient man sich gezielt der Körpersprache. Deutung, Vortäuschung oder Rückkopplung von körpersprachlichen Signalen helfen, Ziele in Therapie, aber auch im Verkauf oder allgemein im Umgang mit Menschen zu erreichen. Trotz vieler Erfolge funktioniert auch NLP nicht immer so gut, wie seine Anhänger/innen es gerne hätten. Körpersprachliche Signale bleiben aus, werden falsch gedeutet oder Gesprächspartner/innen fühlen sich ganz einfach beobachtet und belauert...

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